Elternbrief über Treffen vom 03.05.2017 mit Vertretern der Stadt

Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte,

am 03.05.2017 hatte der Beigeordnete Thomas Krützberg (städtische Dezernat für Familie, Bildung und Kultur) Vertreter der Elterninitiative zu einem Informationsgespräch geladen. Vom Amt für schulische Bildung und vom IMD (Immobilien-Management Duisburg) wurden wir informiert, dass der Erhalt der ehemaligen Förderschule geprüft wurde und die Gebäude jetzt Bestandteil der Grundschule sind. Das heißt, die Räume können sowohl als Klassenräume, wie auch als Betreuungsräume weiterhin genutzt werden.

Wir sehen diese Information als einen großen Erfolg für den Erhalt einer Albert-Schweitzer-Grundschule mit einem ausreichend großen Schulhof, Fachräumen und einer Betreuung, wie sie benötigt werden, um eine pädagogisch gute Arbeit zu leisten.

Die Stadt erstellt momentan ein Musterbauprogramm für alle Duisburger Schulen. Zwischen diesem und den bestehenden Bauten unserer Schule wird in den nächsten Jahren ein Abgleich stattfinden. Eventuell daraus entstehende Änderungen, auch ein eventueller Neubau der Turnhalle, werden von der Stadt mit Schulleitung und Elternvertretern abgestimmt. Danach erst wird eine Vermarktung weiterer, angrenzender Grundstücke stattfinden.

Desweitern werden die geplanten Sanierungsmaßnahmen aus dem kommunalen Investitionsprogramm (KIDu) in diesem Jahr starten. Dafür werden an den Flachdach-Gebäude (Gebäudeteile A-D) nach und nach die Fenster, Fassaden und Dächer saniert. Der Ablauf dieser Maßnahmen wird mit der Schulleitung abgestimmt.

Leider wird die Sanierung der Toiletten nicht unter dieses Programm fallen. Diese ist jedoch mit dem Sanierungsprogramm „Gute Schule 2020“ geplant, dass aber erst im Juli im Rat der Stadt genehmigt werden muss. Diesbezüglich hat Herr Krützberg im Vorfeld für alle Duisburger Schulen öffentlich zugesagt, dass die Sanierung der Toiletten in den kommenden 4 Jahren stattfindet.

Unser lauter, vielstimmiger und nachhaltiger Protest sowohl auf Kommunaler- als auch auf Landesebene ist im Rathaus und Politik gehört worden und die Zusagen aus dem Gespräch geben Grund, Herrn Krützbergs Aussage „Alles wird gut“ Glauben zu schenken. Jetzt gilt es, die nächsten Monate zu verfolgen, ob den Worten auch Taten folgen.

Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wenn es Anregungen oder Diskussionsbedarf gibt.

Brief an die Damen und Herren des Rates der Stadt Duisburg

Die Elterninitiative hat Anfang diesen Monats ein Schreiben an die Damen und Herren des Rates der Stadt Duisburg verfaßt, in dem auf die Situation an unserer Schule hingewiesen wird. Hier der Wort laut:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ende letzten Jahres wurden die umfangreichen Umbau- und Abrissvorhaben für die Grundschule Albert-Schweitzer in Duisburg-Huckingen bekannt. Die ersten vorgestellten Pläne stießen bei der kompletten Schulpflegschaft auf Unverständnis und Ablehnung, weil sie vollständig am Bedarf vorbei gehen. Daraus entstand die Elterninitiative „Bildung braucht Platz“, mit der wir für eine zukunftsorientierte Lösung für unsere Schule kämpfen.

Die ersten Pläne wurden nun zunächst zurückgestellt. Laut Aussage von Herrn Kalveram vom Amt für schulische Bildung soll jetzt erst einmal für alle Duisburger Schulen ein gemeinsames Muster-Raumprogramm konzipiert werden. Anschließend soll dieses als Grundlage u.a. auch für die Planung der Umbaumaßnahmen an der Grundschule Albert-Schweitzer dienen. Allerdings sieht der aktuelle Vorentwurf zur Änderung des Flächennutzungsplanes (FNP, Quartier-Nr. 772) bereits die Umwandlung von einer Gemeinbedarfs- zu einer Wohnbaufläche vor. Den lt. FNP angeblich leerstehenden Schulgebäuden droht demnach der Abriss. Diese Gebäude werden aber sehr wohl genutzt, u.a. für drei Klassenräume, mehrere Fachräume (Computerraum, Werkraum, Küche, etc.) sowie die komplette Betreuung! Mit einem Abriss würden somit schon Fakten geschaffen.
Die Vermarktung eines Teils des Schulgrundstücks für den Bau von Eigenheimen ist aus unserer Sicht auch aufgrund des zukünftigen Anstiegs der Schülerzahlen nicht akzeptabel. Die kommerziellen Interessen der Stadt Duisburg dürfen nicht über die Bedürfnisse der Kinder gestellt werden.

Ziel muss sein, dass ausreichend Klassen- und Fachräume für den Unterricht sowie eigene Räumlichkeiten für die Betreuung zur Verfügung stehen. Das Konzept der bisherigen Pläne sah unter anderem die multifunktionale Nutzung von Räumen für Unterricht und Betreuung bzw. Werkraum und Mensa vor. Dies ist auch aus Sicht des Kinderschutzbundes besonders beunruhigend, weil die erforderliche Trennung von Lernen/Leistung und Spielen/Abschalten/Auftanken nicht gegeben ist. Außerdem muss die Verkehrssituation dringend verbessert werden. Zu den Spitzenzeiten ist derzeit schon kaum ein Durchkommen möglich.

Die Gelder, die aus den Programmen KIDU und Schule 2020 zur Verfügung gestellt
werden, sollten bedarfsgerecht eingesetzt werden. Die heute getroffenen Entscheidungen werden für die nächsten Jahrzehnte Bestand haben und die Entwicklung desDuisburger Südens entscheidend mit prägen. Die Grundschule Albert-Schweitzer ist seit der Schließung der Grundschulen in Ungelsheim und Hüttenheim nicht nur die größte Grundschule in ganz Duisburg, sondern für drei große Stadtteile die einzige städtische Grundschule. Im Rahmen der Schließung der beiden Grundschulen in Ungelsheim und Hüttenheim wurde uns eine ausreichend große und gut aufgestellte Schule versprochen. Auch an dieses Versprechen möchten wir Sie erinnern.

Im Rahmen der Schulausschuss-Sitzung vom 09.02.2017 versuchte Dezernent Herr Krützberg mit der Floskel „alles wird gut“ zu beruhigen, wobei abzuwarten bleibt, für wen alles gut wird! Wir sind weiterhin äußerst skeptisch, ob unsere Anforderungen wirklich ernst genommen werden und am Ende zukunftsweisende und bedarfsgerechte Entscheidungen für die Schule, für unsere Kinder und damit auch für die Stadt getroffen werden. Bitte setzen Sie sich dafür ein, dass die Umbaumaßnahmen in diesem Sinne umgesetzt werden.
Gerne stehen wir Ihnen für ein persönliches Gespräch und einen Besichtigungstermin vor Ort zur Verfügung!

Mit freundlichen Grüßen,

Die Schulen sollen mitreden bei Sanierungen

Die WAZ berichtet in ihrem Artikel „Schulen reden mit bei Sanierung„darüber, dass im Amt für schulische Bildung nun die Erkenntnis gereift ist, dass die Schulen bei Sanierungsvorhaben gehört werden sollten. In der Sitzung des Schulausschusses betonte der Bildungsdezernent Thomas Krützberg, dass die Kommunikation zwischen dem IMD und dem Schulamt auf der einen Seite und den in der Schule engagierten Gruppen (Betreuungsverein, Schulpflegschaft und Schulleitung) auf der anderen Seite suboptimal war.

Ob diese Erkenntnis reine Erkenntnis bleibt oder zu anderem Handeln führt wird sich zeigen.

Elternbrief der Schulpflegschaft vom 01. Februar 2017

Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte,

heute informieren wir Sie über den Gesprächstermin vom 17.01. zwischen den Vertretern des IMD (Immobilien-Management Duisburg), dem Amt für schulische Bildung, der Bezirksvertretung Süd, sowie den Vertretern der Schulpflegschaft und dem Schulleiter.

Die ersten Pläne des IMD werden laut Aussage vom Amt für schulische Bildung zunächst zurückgestellt. Erst einmal soll jetzt für alle Duisburger Schulen ein gemeinsames Musterbauprogramm konzipiert werden. Anschließend soll dieses als Grundlage für die Planung der Umbaumaßnahmen des IMD auch für unsere Schule dienen. Anders als im Dezember zugesagt, verschiebt sich jedoch die Planfertigstellung von Ostern auf den Sommer. Herr Kalveram, als Leiter des Amtes für schulische Bildung, hat uns mündlich zugesagt, dass die Vermarktung von Baugrundstücken erst im Anschluss erfolgen soll.

Leider war unser Eindruck von dem Gespräch eher eine Hinhalte- und Beschwichtigungstaktik. Konkrete Zusagen z.B. zum Erhalt oder Abriss von Gebäudeteilen wurden nicht gegeben. Raumangebote für den Betreuungsverein sind bis heute keine gesonderten Punkte in den Planungen des IMD. Auch sind die ursprünglichen Pläne nicht endgültig vom Tisch. Das Angebot zum weiteren Dialog wurde nicht terminlich festgelegt, wird aber seitens der Schulpflegschaft weiter eingefordert werden!

Unsere Forderungen richten sich nach den „Grundsätzen für die Aufstellung von
Raumprogrammen für allgemeinbildende Schulen“ (BASS), wie sie vom Land NRW bis 2005 vorgegeben waren. Darin werden bei einer 5-Zügigkeit folgende Räume gefordert: 20 Klassenräume, 5 Mehrzweckräume, 1 Lehrmittelraum, 1 Doppelturnhalle, 1 Forum, 600m2 für die Betreuung, sowie 1 Lehrerzimmer, jeweils 1 Raum für die Verwaltung und für den Sozialarbeiter.
Sie werden sicher zustimmen, dass wir uns von der „Hinhalte-Taktik“ der Stadt nicht ausbremsen lassen!!!

Dazu ist es wichtig weiterhin – wie auch schon von vielen Eltern durchgeführt – dem Oberbürgermeister klare Stellungnahmen und konkrete Forderungen für unsere Kinder mitzuteilen. Jeder Brief, jede E-Mail zählt und wird uns auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit bringen!

Helfen Sie mit und schreiben Sie an folgende Adresse:
Herr Oberbürgermeister, Sören Link – persönlich-
Burgplatz 19
D 47051 Duisburg

oder an s.link {at} stadt-duisburg.de

Bitte nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf, wenn es Anregungen oder Diskussionsbedarf gibt.

Alexandra Jockel
Schulpflegschaftsvorsitzende
info {at} bildungbrauchtplatz.de